Die Forstwirtschaft der Herzoglich Oldenburgischen Verwaltung

drei Reviere - ein Leitbild



Wir sind ein moderner Forstbetrieb und bewirtschaften mit unseren drei Revierleitern insgesamt 2950 ha Wald nach den Prinzipien der Naturgemäßen Forstwirtschaft. Darüber hinaus gehören in Stormarn bei  Trenthorst ca. 100 ha, in Niedersachen bei Rastede ca. 260 ha und in Brandenburg in Ringenwalde bei Neuhardenberg sowie Kallinchen bei Zossen ca. 1600 ha Wald zur Herzoglich Oldenburgischen Verwaltung. 

Bis ins 12.Jahrhundert dehnte sich noch überwiegend ein Urwald über die Bungsbergregion aus. Diesen Wald begannen Benediktinermönche ab dem 13 Jahrhundert zu roden. Mit der Zunahme an Äckern und Weiden, der Waldweide und dem weiteren Raubbau am Wald erreichte die Waldrodung im 17 Jahrhundert ihren Höhepunkt. Florierende Glashütten verbrannten die verbliebenen Holzvorräte zu Holzkohle. Der Waldanteil war auf 4 % der Fläche zurückgedrängt worden. Und diese Waldreste ähnelten verbuschten Parklandschaften.

Ab 1639 erwarben die Fürstbischöfe zu Lübeck, seit 1773 Herzöge von Oldenburg, Güter in der Bungsbergregion. Von 1787 bis 1790 schufen die Herzöge von Oldenburg die Voraussetzungen für eine Wiederbewaldung und eine geregelte nachhaltige Waldwirtschaft. Im Laufe von zweieinhalb Jahrhunderten sind so vielfältige Wälder entstanden. 

Einen einschneidenden Rückschlag für den Waldaufbau stellten die Zwangseinschläge des 2. Weltkrieges und die sich anschließenden Reperationshiebe dar, die etwa ein Drittel des aufstehenden Bestandes forderten. Diese Ereignisse wurden zum Anlass genommen fortan naturgemäß zu wirtschaften.

Immer wieder werden wir auf diesem Weg durch besondere Ereignisse, wie Waldschäden durch Orkane, durch Borkenkäfer oder aktuell durch das Eschentriebsterben herausgefordert.

Heute werden in Ostholstein in der Herzoglich Oldenburgischen Forstverwaltung durch die Förstereien Lensahn,  Kremperkate und Kasseedorf 2950 Hektar Wald naturgemäß bewirtschaftet. Die herzoglich oldenburgischen Wälder gehören somit heute zu den größten privat bewirtschafteten Forstbetrieben.   

 

Naturgemäße Waldwirtschaft - was ist das?

Die naturgemäße Waldwirtschaft entwickelt gemischte, ungleichartige, wertvolle Dauerwälder. Ein wesentliches Merkmal Naturgemäßer Waldwirtschaft ist die ganzheitliche Betrachtung des Waldes. Es wird mit der Natur und nicht gegen die Natur gewirtschaftet. 

In idealer Weise werden die Holznutzung, der Waldnaturschutz, die Waldästhetik und die Walderholung in Einklang gebracht. So wird jeder einzelne Baum in seiner Vielfalt gesehen und wertgeschätzt. 

Weitere Informationen zur naturgemäßen Waldwirtschaft: anw-deutschland.de