Die Forstwirtschaft der Herzoglich Oldenburgischen Verwaltung

drei Reviere - ein Leitbild



Wir sind ein moderner Forstbetrieb in Ostholstein und bewirtschaften mit unseren drei Revierleitern unseren Wald nach den Prinzipien der Naturgemäßen Forstwirtschaft. Darüber hinaus gehören zur Herzoglich Oldenburgischen Verwaltung Wälder in Stormarn bei Trenthorst und in Niedersachsen bei Rastede. 

In Brandenburg in Ringenwalde bei Neuhardenberg sowie Kallinchen bei Zossen werden zwei kiefernbetonte Wälder betreut.   

Bis ins 12.Jahrhundert dehnte sich noch überwiegend ein Urwald über die Bungsbergregion aus. Diesen Wald begannen Benediktinermönche ab dem 13 Jahrhundert zu roden. Mit der Zunahme an Äckern und Weiden, der Waldweide und dem weiteren Raubbau am Wald erreichte die Waldrodung im 17 Jahrhundert ihren Höhepunkt. Florierende Glashütten verbrannten die verbliebenen Holzvorräte zu Holzkohle. Der Waldanteil war auf 4 % der Fläche zurückgedrängt worden. Und diese Waldreste ähnelten verbuschten Parklandschaften.

Ab 1639 erwarben die Fürstbischöfe zu Lübeck, seit 1773 Herzöge von Oldenburg, Güter in der Bungsbergregion. Von 1787 bis 1790 schufen die Herzöge von Oldenburg die Voraussetzungen für eine Wiederbewaldung und eine geregelte nachhaltige Waldwirtschaft. Im Laufe von zweieinhalb Jahrhunderten sind so vielfältige Wälder entstanden. 

Einen einschneidenden Rückschlag für den Waldaufbau stellten die Zwangseinschläge des 2. Weltkrieges und die sich anschließenden Reperationshiebe dar. Diese Ereignisse wurden zum Anlass genommen fortan naturgemäß zu wirtschaften.

Immer wieder werden wir auf diesem Weg durch besondere Ereignisse, wie Waldschäden durch Orkane, durch Borkenkäfer oder aktuell durch das Eschentriebsterben herausgefordert.

Heute wird in der Herzoglich Oldenburgischen Forstverwaltung durch die Förstereien Lensahn,  Kremperkate und Kasseedorf der Wald seit knapp 75 Jahren naturgemäß bewirtschaftet. Die herzoglich oldenburgischen Wälder gehören somit heute zu den größten privat bewirtschafteten Forstbetrieben in Schleswig - Holstein.  


Naturgemäße Waldwirtschaft - was ist das?

Die naturgemäße Waldwirtschaft entwickelt gemischte, ungleichartige, wertvolle Dauerwälder. Ein wesentliches Merkmal Naturgemäßer Waldwirtschaft ist die ganzheitliche Betrachtung des Waldes. Es wird mit der Natur und nicht gegen die Natur gewirtschaftet. 

In idealer Weise werden die Holznutzung, der Waldnaturschutz, die Waldästhetik und die Walderholung in Einklang gebracht. So wird jeder einzelne Baum in seiner Vielfalt gesehen und wertgeschätzt. 

Weitere Informationen zur naturgemäßen Waldwirtschaft: anw-deutschland.de